|
Unbeschadet all dieser
"Neuerungen" bleibt es dabei: Die Technikentwicklung
der Grammophon-Nadel ist 1912 weitgehend ausgereizt und die Herstellerfirmen
müssen durch Markennamen und immer neue attraktive Verpackungen
um den Marktanteil kämpfen. Die folgenden Firmen sind 1912
besonders aktiv: Wunderlich & Baukloh aus Iserlohn
führt acht verschiedene Nadeln:
- Odin
- Vici
- Vio
- Klingsor (Zusatz songster.de: Klingsor kann
ich zurzeit nur als Fürsten-Nadeln belegen)
- Pegasus
und
- Violin-Nadeln
(Ab Jahresanfang 1912 auch vergoldete Nadeln).
Unter
Sammlern heute besonders gesucht sind zwei Scharnierschachteln
mit Kinderdöschen, die nicht auf den ersten Blick als Dosen
für Grammophon-Nadeln zu erkennen sind.
Bestell-No.1010 besteht aus einer Scharnierschachtel mit 10 kleinen
runden Döschen, von denen jedes 100 Nadeln enthält
(statt der sonst üblichen Gebinde á 200 Nadeln).
5 Döschen tragen das Portrait eines Mädchens (leise
Nadeln) und 5 weitere Döschen das Portrait eines Knaben
im Matrosenhemd (laute Nadeln).
Die Bestell-Nummer 1000 enthält nur zwei Döschen, den
Knabenkopf (= Doppelton) und den Mädchenkopf (=Starkton).
Als dritte Neuheit gab es zum Jahreswechsel die Packung Nr.1015
mit zwei Dreier-Rand-Schachteln mit den drei Tonstärken
Piano, Porte und Fortissimo.

Eine weitere unter Sammlern
auch heute gesuchte Rarität ist The Boy's Delight/Des Knaben Entzücken vom September
1912 beziehen sie von renommierten Herstellern, die Dosen oft
von der alteingesessenen Firma Jakubowski aus Chemnitz, die sich
auf Nadeldosenbehälter spezialisiert hat (Vgl. Folge 20:
Nr.18, 1999, S. 70).
(Quelle (Bilder und Text):
Von Nadeln und Dosen Folge 25 " (Fox auf 78, Heft 23) Das
Jahr 1912: Die Zukunft der Zukunft-Nadel) |