1885 von zwei Leipziger Fabrikingenieuren gegründet, entwickelt sich die Polyphon- Werke Aktiengesellschaft rasch zu einem weltweit führenden Hersteller von Musikabspiel- geräten. Neben Orchestrions, Schallplatten und der Schreib- maschine „Polyphon" werden ab 1904 auch Automobile produziert. Nach der Übernahme der Deutschen Grammophon-Gesellschaft erwirbt das Unternehmen in den 20er Jahren eine Vormachtstellung im europäischen Musikgeschäft. Nach der Verschmelzung der Unternehmen 1932 zur Deutschen Grammophon AG wird der Name Polyphon zunächst nur noch als Platten-Label und später für ein Tochterunternehmen genutzt.
Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme werden erhebliche Teile des Firmen-Repertoires als „entartet" eingestuft und schließlich verliert sich die Spur des Unternehmens in den Wirren des 2. Weltkrieges. Erst 1965 nimmt die Polyphon Filmgesellschaft mbH mit dem bisherigen Gesellschafter Deutsche Grammophon und zwei weiteren Anteilseignern, Studio Hamburg und Gyula Trebitsch, ihre Geschäftstätigkeit wieder auf (Quelle: www.polyphon.de)