Nachzutragen ist, dass die seit 1912 selbständige Firma Paul Graumann schon bald daran ging, das Grammophonnadel-Sortiment auszuweiten. Die zehn gängigsten Klarton-Nadelsorten des Jahres 1913 werden in der links abgedruckten Anzeige vorgestellt. Sie sind augenfälliger Beweis für den Erfindungsreichtum des Eigentümers. Als gelernter Schlosser- und Waffenmeister baute Paul Graumann Sondermaschinen und Fertigungseinrichtungen für die Nadelproduktion, die am Markt nicht zu kaufen waren.

Eine Spezialität war die Kragennadel, eine Entwicklung des Hauses, die nicht nachgebaut werden durfte. Diese Nadel verstärkte die Schwingungen besonders stark. Als Mitglied der Deutschen Grammophon-Gesellschaft arbeitete Paul Graumann aktiv an der Weiterentwicklung der Tonabnehmersysteme mit. So war die Kragennadel ein Produkt dieser Forschung, als mit Hilfe einer Telefon-Sprechkapsel die rein mechanische Schallverstärkung fortgeführt werden sollte.
Um den Abrieb der Nadel in der Rille zu verringern, hat sich Paul Graumann sehr dafür eingesetzt, dass die Plattenspielerhersteller Tonarme entwickelten, die den Auflage-Druck um ein Vielfaches verringerten (Von Nadel und Dosen von Rainer E. Lotz, Fox auf 78 Heft 3)

siehe auch Karl, Paul und Friedrich Graumann

So stellt sich die Firma heute selber dar "Firmengeschichte: Die von einer Iserlohner Nadelfabrik im Jahre 1858 erbaute Schauermühle ging im Jahr 1904 in den Besitz der Schauermeister Karl und Paul Graumann über. Der Betrieb stellte in dieser Zeit Grammophonnadeln her. Heute werden Nägel in allen Ausführungen sowie Sonderteile für die Befestigungstechnik produziert die in vielen Ländern der Welt abgesetzt werden. Unser Kunden schätzen die Zuverlässigkeit unseres Standardsortimentes als auch die Flexibilität in Bezug auf Sonderanfertigungen." Quelle

Grundsätzlich sehr uneinheitliche Verkaufspreise !