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Allgemein gesehen ging es der Branche in
diesem Jahre nicht schlecht, aber dennoch wurde mit harten Bandagen
um Marktanteile gefochten. Am 09.11.1912 erschien in der Händler-Zeitschrift
Die Sprechmaschine (No.45, S.798) ein Artikel mit der Überschrift
"Eine berechtigte Klage des Heroldwerkes". Es heißt
dort: "Wir erzählen unseren Lesern nichts Neuss, wenn
wir darauf hinweisen, dass die bekannte Sprechmaschinennadelfabrik
.Nürnberg-Schwabacher Nadelfabrik Heroldwerk' unter ihren
verschiedenen Marken auch die wohl bekannteste aller ihrer Fabrikate,
nämlich die ,Herold-Zukunft'-Nadel, fabriziert....Jeder
kennt diese Zukunftsnadel, und jeder weiß auch, dass sie
von der Nürnberg-Schwabacher Nadelfabrik, Heroldwerk, hergestellt
wird. Das friedliche Dasein dieser Nadelsorte hat nun eine erhebliche
Störung erlitten, und zwar dadurch, dass plötzlich
eine andere Firma ebenfalls eine Zukunftsnadel herstellt. Das
Ansehen dieser neuen Erscheinung ähnelt der altbekannten
Zukunftsnadel, und auch die Packung der neuen hat Ähnlichkeit
mit der Packung der alten. Fabrikantin dieser neuen Zukunftsnadel
ist die Schwabacher Nadel- und Federfabrik Fr. Reingruber. Diese
Firma glaubt daraus, dass der Nürnberg-Schwabacher Nadelfabrik
das Wort "Zukunft-Nadel' nicht gesetzlich geschützt
ist, das Recht herleiten zu können, ebenfalls eine Zukunftnadel
herauszubringen. Es zu glauben, fällt nicht leicht. Wir
meinen, es handelt sich hier um ein Konkurrenzmanöver, dem
ohne Frage gesetzlich Einhalt geboten werden kann. Konkurrenzmanöver
sind erlaubt, wenn sie sich in Grenzen bewegen, die klar und
deutlich erkennen lassen, dass die Konsumenten und das Publikum
auf jeden Fall klar und deutlich sehen können, um was es
sich beim Verkauf handelt. Hier aber müssen unbedingt Händler
und Publikum irregeführt werden.... Mag diese Irreführung
noch so ungewollt sein, sie ist unbedingt zu verurteilen, und
deshalb halten wir es für unsere Pflicht, die Händler
darauf aufmerksam zu machen...Im übrigen erfahren wir, dass
die Heroldwerke Klage gegen die Schwabacher Nadelfabrik Fr. Reingruber
angestrengt hat". Weder Die Sprechmaschine, noch die Phonographische Zeitschrift haben über den Ausgang des Streits berichtet. Die Fürsten-Zukunftnadel der SNFR blieb jedenfalls auch in den Folgejahren im Sortiment von SNFR, so das die Klage offensichtlich abgewiesen wurde. Beide Dosen verwenden das standardisierte Rautenmuster und unterscheiden sich nur durch das jeweilige Firmenlogo, die Fürstenkrone bzw. den Herold zu Pferde, und durch die Farbauswahl. (Von Nadeln und Dosen Folge 25 " (Fox auf 78, Heft 23) Das Jahr 1912: Die Zukunft der Zukunft-Nadel). Die Firma Marschall stellte übrigens auch "Rosenranken-Dosen" mit Zukunft-Nadeln her. |
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