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von Jochen Buhren aus "Made in Aachen" Band 1 Seite 69-79 mit freundlicher Genehmigung des Autors |
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Joseph Zimmermann, Aachen: In der ersten Hälfte des Jahres
1838, wurde aus einem alteingesessenen Aachener Handwerksbetrieb
ein Unternehmen für die nunmehr industrielle Fertigung von
Nadeln, insbesondere von Nähnadeln - die Firma Jos. Zimmermann
(1). Unzweifelhaft ist, dass die Firma Jos. Zimmermann ein Patent für sogenannte "Flügelnadeln" besaß und dass der Firmenname "Condor" ein für Jos. Zimmermann eingetragenes Warenzeichen war. Dieser Name wurde sogar auf jeder einzelnen Grammophonnadel eingepresst. Mit der Deutschen Grammophon AG in Berlin bestand eine Vereinbarung, nach der die Condor-Nadeln neben den üblichen Lautstärken "sehr laut", "laut", "piano" und "pianissimo" im Sortiment mit dem Bildzeichen des Hundes Nipper vor dem Grammophontrichter exklusiv angeboten wurden. Eine Anzeige aus den 20er-Jahren wirbt in rumänischer Sprache für Condor-Nadeln (links). Neben der Grammophon-Gesellschaft
wurden aber auch Aufträge für andere namhafte Fremdfirmen
im In-und Ausland ausgeführt. Im Jahre 1914 gehörten
hierzu offenbar neben Grammophon auch die Firmen Victor, Columbia,
Odeon und Zonophone. |
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Vor
dem ersten Weltkrieg wurde der russische Markt ausschließlich
durch Grammophon-Nadel-lmporte aus dem Ausland versorgt. Deutsche
Produzenten waren marktbeherrschend, aber es soll auch Ware aus
Großbritannien und den USA gegeben haben. Die meisten Schallplattenfirmen
boten Nadeln unter eigenem Namen an. Die Gramophone Company vertrieb ihre gängigen Platten und Nadeln unter dem Motiv des "Schreibenden Engels" und benannten sie nach dem Gott der Liebe "Amur" [Amor]. Die Nadeln kamen in den Variationen "Amur 1" für lauten Ton, "Amur 2" für leisen Ton, und "Kondor" für Starkton (siehe Abbildungen). Hersteller war die Firma Jos. Zimmermann, Nadelfabrik, Aachen. Quelle: Von Nadeln und Dosen Folge 13 Fox auf 78, Heft 11 ![]() |